Junkertum Dragain

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Junkertum Dragain
Region: Küste und Inseln
Junker: Enna ui Meredin
Residenz: Dun Meredin
Lehnsfolge: Westpforte
Einwohner: 450
Freie: hoch
Orte: Belarcarrig (320), Ballimone (110), Carrogans Hof (20)
Tempel: Efferd
Burgen: Dun Meredin (20)
Wege: Küstenstraße nach Nostria, Meer der sieben Winde
Besonderes: Brennerei
Wohlstand: Keine Angabe (?)
Wappen Meredin.png

Angaben von: 1041
NSC-Lehen: Nein



Steilküste nahe Belarcarrig

Das Junkertum Dragain liegt südlich von Lyngwyn in der Baronie Westpforte an der Küste Albernias. Der firunwärtige Teil der Küstenlinie ist geprägt durch die Steilküste, bei Belarcarrig wandelt sich die Küste zu der für Albernia typischen flachen Küstenlinie. Das Hinterland besteht zum größten Teil aus Moor- und Sumpfflächen, unterbrochen von vielen kleinen und größeren Seen und vielen kleinen Wasserläufen. Der wichtigste Verkehrsweg ist die Küstenstraße von Havena nach Nostria, die durch das Gut führt, daneben gibt es kleinere Pfade und Knüppeldämme durch das Hinterland. Gen Praios grenzt das Junkergut an die Baronie Nordhag, im Rahja geht das Junkergut bis an den Nebelsee und entlang der Grenze nach Nordhag praioswärts. Gen Efferd herrscht der Unergründliche in seinem ureigenem Element.

Die raue Landschaft, der stetige Wind und das Meer prägen die hier Lebenden und so findet man einen rauen, teils stürmisch-aufbrausenden, teils ruhigen Menschenschlag, der sich an die rauhe Umgebung und das rauhe Klima gewöhnt hat. Man macht das Beste aus dem, was einem die Götter zugestehen, stur und entschlossen geht man seinen Weg. Trotz der kargen und widrigen Natur leben 450 Seelen auf diesem Flecken Land, die dank dem Fischfang und dem Torfstechen, aber vor allem wegen den Reisenden auf der Küstenstraße und der Brennerei ein anständiges Auskommen haben. Gut etwas mehr als die Hälfte von ihnen sind freie Albernier, teils schon mit alter Familientradition.

Das war nicht immer so. Die Menschen hier litten viele Jahrzehnte unter Überfällen von Piraten und man munkelt, dass auch heute noch der eine oder andere sich ein Zubrot durch Piraterie oder Strandräuberei verdient, hat es doch vor der Küste einige Untiefen. Die vielen Höhlen entlang der Steilküste bieten dafür gute Verstecke und Gerüchte wollen nicht verstummen, das gar das Junkerhaus selbst in derlei Aktivitäten verstrickt sei. Dies ist aber natürlich Unsinn, war es doch das Haus selbst, das 914 eine üble Piratenbande zur Strecke brachte, das Piratennest ausräucherte und die Küste befriedete.

Der größte Ort ist Belarcarrig mit 320 Einwohnern. Der Ort liegt direkt an der Küstenstraße nach Nostria auf der Steilküste am Meer. Neben der Fischerei lebt man hier ganz gut von den Reisenden der Küstenstraße, die das hiesige Gasthaus nutzen. Zu Füßen der Steilküste gibt es eine Bucht, die als natürlicher Hafen genutzt wird, ebenso führt ein Weg weiter zu der kleinen Landzunge, auf der sich der Sitz des hiesigen Junkergeschlechtes befindet. Die düstere kleine Feste diente lange Jahre als Piratenunterschlupf.

Im Hinterland liegt am Ufer des Nebelsees der Ort Ballimone inmitten des Moores. Der Weiler ist Heimat von 110 Seelen, überwiegend Fischer, Torfstecher und wenige Handwerker. Dank der Barone von Westpforte gibt es hier eine Brennerei, die einen Brand herstellt, der den Torf der Umgebung und den Geschmack des Meeres in sich zu tragen scheint. Mit den Nachbarn aus Nebelfels befindet man sich stetig in freundschaftlicher Feindschaft - man feiert herzlich das eine oder andere Fest im Jahresrund zusammen, ebenso herzlich streitet man aber auch über die Fischrechte auf dem Nebelsee und andere wichtige Streitthemen des Alltags. In den meisten Fällen einigen sich die Leute von selbst, doch dann und wann kann so ein Streit auch schon mal eskalieren und sorgt dann dafür, dass Depeschen und Reiter zwischen der Nebelfeste und Dun Meredin wechseln.

Dann gibt es noch den kleinen Weiler Carrogans Hof im Hinterland, nicht viel mehr als eine größere, wehrhaft angelegte Hofstelle mit einigen Nebengebäuden. Dort wird Land- und Forstwirtschaft auf den wenigen umliegenden nutzbaren Feldern und Wiesen betrieben und die 20 Bewohner, die dort im Hinterland leben, gelten selbst bei den Menschen aus Ballimone als ziemlich eigensinnig und abweisend. Doch passen sie damit auch wiederum sehr gut zum Land um sie herum.

Handwerk und Handel

Die größten Einahmequellen sind die Fischerei, die Salzgewinnung, die Torfstecherei sowie die Einnahmen aus der Brennerei und den Reisenden der Küstenstraße. Während Fisch, Salz und die Brände auch über die Lehensgrenzen hinaus Abnehmer finden, haben die Handwerker überwiegend regionale Kunden, nur wenige von Ihnen liefern tatsächlich auch an Auftraggeber außerhalb des Junkertums. Eine Ausnahme bildet der Tuchmacher in Belarcarrig, dessen gute Woll- und Leinenstoffe sich einen Ruf über die Grenzen des Junkertums hinaus gemacht haben.

Gleiches gilt für den Handel - die meisten Händler sind Krämer, die regional agieren. Einzig in Belarcarrig gibt es zwei rivalisierende Familien, die auch im Fernhandel tätig sind und versuchen, sich in diesem schwierigen Metier zu behaupten.

Viele der Untertanen betreiben wenigstens in geringem Umfang Landwirtschaft, aufgrund der Bodenbeschaffenheit sind nur kleine Felder möglich. Einen Garten sowie etwas Kleinvieh hat allerdings fast jeder, daneben werden Schafe und Ziegen als Lieferanten für Fleisch, Milch und nicht zuletzt auch Wolle gehalten. Großvieh sieht man seltener, denn es gibt nur wenige größere Weideflächen. Einzig an den Klippen sieht man größere Kuhherden, da es hier größere zusammmenhängende Flächen gibt, die als Weide taugen.

Historie

Moorgebiet im Hinterland

Das Land südlich von Lyngwyn war lange Zeit geplagt von Piraten und Strandräubern. Um 914 BF schließlich war es an Ealgir ui Meredin, den Landstrick von dieser Plage zu befreien. Gemeinsam mit einigen treuen Gefolgsleuten jagte er die Piraten, bis er schließlich ihren Unterschlupf an der Küste fand. Das Piratenvolk hatte sich in einer kleinen Feste auf einer Landinsel südlich von Belarcarrig eingenistet. Nach einem aufreibendem Kampf gelang es Ealgir schließlich, die Piraten zu besiegen. Zum Dank für diese Tat erhielt er vom Baron von Westpforte diese Lande als Lehen, um fortan darüber zu wachen, dass sich nicht erneut Piratengesindel hier ansiedele. Damit einher ging auch die Gründung von Haus Meredin.

Seitdem ist es eine Aufgabe des Hauses, die umliegenden Lande zu schützen. Das hat im Laufe der letzten Jahrzehnte mal mehr, mal weniger gut funktioniert. Entlang der Küste tauchten immer mal wieder Piratenbanden oder Strandräuber auf und regelmäßig werden sie vom Haus Meredin gejagt und bekämpft. Einer der gefürchtetsten Piraten und Strandräuber der letzten hundert Jahre war Eochaid der Drache, der zwischen 930 und 954 BF hier sein Unwesen trieb. Nach einer langen Verfolgungsjagd wurde er auf den Klippen nördlich von Belarcarrig gestellt - und stürzte sich von den Klippen. Seine Leiche wurde bis heute nicht gefunden.

In der jüngeren Vergangenheit gab es viel Leid und Not in diesem Landstrich, als Linai Sanin von Westpforte eine persönliche Fehde gegen den Baron von Nordhag führte. Spielte sich ein Teil der Kämpfe und Auseinandersetzungen auch in der Baronie Nordhag ab, so gab es ebenfalls Kämpfe und Racheaktionen, unter denen das Junkertum Dragain litt. Meriwen ni Meredin, die Junkerin zu dieser Zeit, erreichte, dass auf dem Gebiet des Gutes eine Brennerei eingerichtet wurde, um das Haus für einen Teil der entstandenen Schäden zu entschädigen.

Im Jahr 1038 verstarb Meriwen, die während ihres gesamten Lebens Mann- und kinderlos blieb. Sie hatte daher schon zu Lebzeiten verfügt, dass ihr Neffe Énna ui Meredin einmal Titel und Lehen übernehmen sollte. Seitdem herrscht er über dieses kleine Stückchen Land.