Lyngwyn (Honingen)

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Lyngwyn
Lyngwyn (Lage)
Region: Honinger Land
Typ: Dorf
Einwohner: 2350
im Ort: 850
im Umland: 1500
Dorfschulze: Cluim Torkyn
Lehen: Vogtei Oberlyngwyn
In Residenz: Vogt Dunwyn Llanfair
Gasthöfe: "Zum Waldschrat" (S12B), "Axt und Stumpf" (8B)
Handel: Markt (alle 2 Wochen), Kontor Finn Stordan, Bauholz, Möbel, Pech, Wolle, Getreide, Dunkelbier, Lyngwyner Schichtkäse, Färberwaid (Lyngwyner Blau)
Handwerk: Grobschmied, 2 Krämer, Müller, Sägewerk, Drechsler, Fassbender, Schnitzer, Tischler, Wagenbauer, Zimmerleute
Tempel: Travia, Peraine
Schreine: Boron
Truppen: (an Markttagen auch mehr)
Besonderes: Landvogtei, Lyngwyner Jahrmarkt, Bognerei Llanfair, Hobelviertel, Garbans Pfad, Dun na Tuathal
In der Nähe:
L. Esch
Niamadshus
Landvogtei Kierans Stein
Wiallainen
Pfeil-Nordwest-Grau.png Pfeil-Nord-Grau.png Pfeil-Nordost-Grau.png
Cuilwins K.
Karether F.
Pfeil-West-Grün.png Lyngwyn
Pfeil-Südwest-Grau.png Pfeil-Süd-Grün.png Pfeil-Südost-Grau.png
K. Landwehr
Kareth
Karether Forst Dun na Tuathal
Wappen vogteioberlyngwyn.png
Angaben von: 1040
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Der Markt Lyngwyn liegt in der gleichnamigen Baronie.

"Alles dreht sich in dem kleinen Ort um Holz. Hierhin gehen all die schwerbeladenen Karren mit den Baumstämmen aus dem Karether Forst, Angrims Hain oder auch der Hohenfelser Mark. Auf dem großen Sammelplatz vor dem Ort werden die Stämme entweder in Bretter oder kleineres Holz zerlegt, bevor dieses unter lautem Sägen und Hämmern der zahlreichen Handwerker des Hobelviertels weiterverarbeitet wird. Was nicht zu groben Bauholz bestimmt ist, wird so zu Möbeln, Schnitzereien - oder einem dauerhaften Eschenbogen von Meister Llanfair. ...", Throndwig Raul Helman (1014).

Stimmung im Ort

Einfache reetgedeckte Heuerlingskate etwas außerhalb von Lyngwyn,
so auch nahe des Karether Rieds üblich

Lyngwyn ist trotz der Größe rechtlich noch immer ein Dorf mit einzelnen städtischen Privilegien wie dem Marktrecht. Dabei hat sich die Einwohnerzahl der Siedlung binnen einer Generation verdoppelt. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Neben dem geschickten Handeln des Lehnsvogtes Roderick von Halberg und dem Zuzug zahlreicher Flüchtlinge aus dem Osten spielt auch die zentrale Lage des Ortes in der Baronie eine Rolle. Zumal nach der Verschmelzung der drei örtlichen Baronien Lyngwyn, Kareth und Wiallainen in der Reichsgrundreform 982/983. Seit 1014 übertrifft Lyngwyn dauerhaft die - in der Geschichte zeitweise größeren - Nachbarorte. Getroffen hat es zum Beispiel Kareth, an dessen Rande - im Roten Hahn - sich heute nur noch aus historischen Gründen die Pferdewechselstation der Beilunker Reiter befindet.

Gegenwärtig fungiert Cluim Torkyn, einer der wohlhabensten Bauern, als Schulze des Ortes. Ihm obliegt es, die Bewohner des Ortes an ihre Pflichten gegenüber dem Lehensherrn zu erinnern und die bäuerlichen Nutzungsrechte zu regeln. Je nach Jahreszeit übt er mit den Bütteln die Aufgabe des Steuereintreibers und der niederen Gerichtsbarkeit bzw. des Marktrichters aus. Mit Dunwyn Llanfair, Schwiegersohn des Lehensvogtes Roderick von Halberg, existiert zusätzlich noch ein direkter Vertreter des Barons. Er wacht vorallem über die Stimmung im Ort und den Ausgleich zwischen den Interessen, was schon einmal bedeuten kann, dass er das eine oder andere wichtige Gerichtsverfahren an sich zieht. Die doppelte Spitze von Vogt und Schulze führt so manchmal zu Kompetenzstreitigkeiten.

Ärger bahnt sich für den Vogt hin und wieder mit der Handwerkerschaft an. Ausgerechnet sein eigener Vater Sean, Bognermeister im Hobelviertel, macht sich seit Jahren für die Rechte der Meister stark. Auslöser hierfür war letztendlich der bereits erwähnte Zuzug von Flüchtlingen aus der beilunkischen Baronie Ostend im Jahr 1020. Anfangs ging es vorallem darum, die Niederlassung - von teilweise in der Holzverarbeitung gut bewanderten - auswärtigen Meistern und Gesellen zu verhindern. Letztendlich war das Vorhaben der Meister im Hobelviertel erfolglos und man hat sich zähneknirschend mit dem recht hohen Anteil an Zugezogenen abgefunden. Geblieben sind die Treffen der Handwerker zumeist an einem Rohalstag im verrauchten Hinterzimmer des "Axt und Stumpf". Dort werden neuerdings bei einem Bier Pläne für die Errichtung einer Zunft geschmiedet. Zwar ist die Baronsfamilie über die Aussicht nicht begeistert, doch werden sie sich vermutlich dieses Privileg pragmatisch durch eine Sondersteuer vergolden lassen.

Doch auch das Zusammenleben der Lyngwyner ist nicht immer ohne Konflikte. Prägend für den Ort sind sorgsam gepflegte Abneigungen zwischen einigen der Alteingesessenen Familien - vorallem zwischen den Torkyns und den Ronnelyns. Letztere wiederum sind ebenfalls mit der Familie Cuilwin in Fehde. Die Ursache dafür liegt mitunter Generationen zurück. Meist ist sie Außenstehenden schwer zu vermitteln, zumal selbst die Mitglieder einer Familie unterschiedliche Versionen kennen.

Vogt Dunwyn Llanfair
Dorfschulze Cluim Torkyn

Ständige Bewohner

Aldemon, Cluim Torkyn, Cuanu ui Cuilwin, Sean Llanfair, Travialieb Ronnelyn, sowie in der Landvogtei: Dunwyn Llanfair, Idra Helman

Einwohnerentwicklung

Jahr Lyngwyn Umland
982 480 1000
1014 400 800
1020 450 930
1027 600 1100
1037 850 1500

Die Woche

  • Rohalstag
    • regelmäßig Stammtisch der Handwerksmeister im "Axt und Stumpf" bzw.
    • der Händler im "Zum Waldschrat"
  • Erdstag
    • regelmäßige Überprüfung der Waagen des Ortes durch den Dorfschulzen
  • Markttag
    • erster und dritter des Götternamens Bauernmarkt, im Travia Jahrmarkt
    • Bei Bedarf: Herrschaftliches Gericht, bei Vergehen gegen die Obrigkeit auch schon einmal am Praiostag
  • Praiostag
    • in der Frühe Perainemesse
    • etwas später Travia
    • Nachmittags Übungen der Landwehrschützen bei Cuilwins Kate
    • gegen Abend Totengedenken am Boronschrein

Götterdienste finden zwar mehrfach täglich statt, doch die am Praiostag sind - neben denen an hohen Feiertagen - am besten besucht

Umliegende Gemarkungen (=Umland)

NameEinwohner Herrschaft
Cuilwins Kate400BannwartBrendan ui Cuilwin
Dun na Tuathal300BannwartinFiona ni Branwyn
Karether Landwehr250TürmerMelvin Aschenbrenner
Kierans Stein150DorfschulzeCluim Torkyn
Landvogtei (Lyngwyn)30VogtDunwyn Llanfair
Lyngwyn (Honingen)850DorfschulzeCluim Torkyn
Lyngwyner Esch400BannwartLughaid Darell

Entfernungen

1Vogelflug

Der Ort

Traviagrund

Vater Travialieb Ronnelyn
Perainegeweihter Bendrich ui Cualain
Schwertschwester Limja von Kareth (in Völs)

Rund um den großen Marktplatz liegen mit Peraine- und Traviatempel sowie der Lyngwyner Landvogtei die prächtigsten Gebäude des Ortes. Hier leben Handwerker mit ihren Familien. Sie machen mehr als die Hälfte der Einwohner des Fleckens aus. Ihre Häuser sind zumeist aus Fachwerk, vereinzelt auch aus roten Ziegeln errichtet. Schindeln aus robustem Holz sind verbreitet. Wer es sich leisten kann, eifert in letzter Zeit dem Stil städtischer Bürgerhäuser oder auch der neuen Landvogtei nach. Auf letztere richten sich auch neuere Gebäude aus. Am Bauernmarkt im Norden befinden sich die besseren Händler. Im Süden - an der Krämer- und Brauerzeile - hingegen, hat man sich vor allem auf die Unterbringung und den täglichen Bedarf - auch und gerade der Durchreisenden - eingestellt.

T1 Landvogtei (ab 1039, siehe hier)

T2 Markthalle (ab 1039)

Die im Gefolge des Baus der Landvogtei errichtete Markthalle bietet Platz für diverse Krämer des Ortes.

Ihre Errichtung geht vor allem auf das Betreiben Finn Stordans (T2.1) zurück. Der Händler stammt aus Honingen und hatte ursprünglich nur einmal im Monat seinen Stand auf dem Lyngwyner Markt aufgebaut, um die Handwerker und Bauern zu beliefern. Nachdem er sich zuletzt kaum noch in der Lage sah, die zahlreichen Vorbestellungen eines Monats auf seinem Wagen unterzubringen, beschloss er sich fest in Lyngwyn niederzulassen. Seinen Karren benutzt er nur noch um im Wechsel mit seinem Sohn neue Waren aus seiner Heimatstadt heranzuschaffen. Er beansprucht einen guten Teil der Markthalle für sich, handelt vorallem mit Tuchen, Schmuck, Eisenwaren, Seife und Honinger Büttenpapier.

Folgerichtig liegt direkt angrenzend auch das Skriptorium der Gelehrten Dame Murrigan aus Draustein (T2.1). Zusammen mit ihrem Laufburschen Bryneich und ihrem Sohn Lugh bietet die angesehene Frau ihre Dienste als Schreiberin und Zeichnerin an. Ob es nun die Schönschrift, ein handgezeichnetes Portrait oder die Übersetzung eines tulamidischen Dokumentes ist. Daneben kennt sich niemand so gut in der Geschichte des Landes und seiner Familien aus. Gegen ein Handgeld ist sie auch zu Nachforschungen in örtlichen Archiven bereit, ein Dienst, der zum Zweck der Familienforschung auch schon einmal von der Baronsfamilie in Anspruch genommen wurde. In der Regel werden diese Aufgaben wegen ihres Alters aber inzwischen von ihrem Sohn erledigt.

Festen Platz in der Halle haben ferner zwei Krämer. Unter ihnen ist Hema Conaill. Sie gilt als freundlich und warmherzig, weswegen auch ihr alter Laden stets gut besucht war. Gemüse, Obst, Gewürze und auch Heilkräuter kann man von ihr zu erstehen. Und dies zu durchaus bezahlbaren Preisen. Insgesamt genießen Hema und ihr Geschäft in der Umgebung einen sehr guten Ruf.

T3 Perainetempel

Wie in so vielen ländlich geprägten Ortschaften gibt es auch in Lyngwyn einen Tempel der Göttin des Ackerbaus und der Heilkunde. Wobei die Göttin hier eher als Begleiterin im täglichen Leben eines Bauern zu sehen ist. Der Geweihte Bendrich ui Cualain ist seit 1020 auch gleichzeitig der einzige Heilkundige des Dorfes. Er ist der Vetter von Branwyn ui Cualain, dem Wirt des "Waldschrats".

Der Tempel ist dank der großen Wertschätzung der Honinger für die Herrin Peraine ein relativ wohlhabender. Größter Stolz sind die von Boldewin II. Kieran j.H. (Baron 600-625) gestiftete fein gemeißelte Göttinenstatue und eine verzierte Nische, in der man der Heiligen Theria gedenkt. Die Ornamente folgen thorwalscher Machart und zeigen, wie sehr deren Traditionen trotz Jahrhunderten bitterer Kämpfe auch in Lyngwyn Einzug gehalten hatten.

T4 Traviatempel und Traviagarten

Gemäß dem bescheidenen Auftreten ihrer Geweihten ist auch der Tempel Travias eher schlicht gestaltet. Das zweistöckige Haus ist von außen nur schwer als Gotteshaus zu erkennen. Im Erdgeschoss befindet sich der Andachtsraum, der neben einer lebensgroßen Statue der freundlichen Göttin einen reich geschmückten Altar enthält. An den Wänden hängen Holzstiche, die traviagefällige Szenen der Bewirtung und des gemeinsamen Mahles zeigen. Im Obergeschoss befindet sich ein großer Schlafsaal, in dem Bedürftige, Durchreisende und auch Flüchtlinge gegen eine, ihren Verhältnissen angemessene, Spende an den Tempel eine Unterkunft finden können.

Ebenfalls im Tempel findet sich die Sammlung der ältesten erhaltenen Dokumente des Umlandes. Darunter sind Aufzeichnungen aus der Zeit der Ortsgründung. Sie erzählen auch vom Leben der frühen Kolonisten in einer Waldsiedlung des Honinger Landes. Dabei wurden die frühesten Zeugnisse nicht auf Pergament, sondern auf Rinde geschrieben oder in dünnes Holz geritzt. Vor Jahren auf Anweisung Baron Throndwig Raul Helmans angefertigte Abschriften befinden sich in der Vogtei und dem Rondratempel in Havena.

Gegenwärtige Tempelvorsteher sind Traviane und Travialieb Ronnelyn. Travialieb (geb. 989 in Lyngwyn) ist ein kleiner, untersetzter Mann von entwaffnender Fürsorglichkeit. Das er durchaus Humor versteht, zeigen die Lachfältchen um seine brauen Augen.
Ostseite des Tempel

Der parkähnliche Traviagarten wurden erst im Zuge Neugestaltung des firunwärtigen Marktplatzes ab 1036 angelegt. In seiner Mitte lässt 1040 Baron Hjalbin als Dank für den Sieg über Helme Haffax lebensgroße Standbilder der Götter Ingerimm und Rondra - Schutzgottheiten seines Hauses - errichten. Sie dienen in Ermangelung von entsprechenden Schreinen und Tempeln seitdem auch Handwerkern und Streitern des Barons als Ort ihrer Verehrung. Er lockerte damit auch den um das Jahr 300 von Baron Angrim I. Kieran m.H. über den Gott der Handwerker gesprochenen Bann, hatte doch das ewige Feuer des Ingerimmschreins bei der Thorwalschen Eroberung des Ortes zu einem Großbrand geführt.

T5 Traviabrunnen/Marktgericht

Zweimal im Monat1 meist am ersten und dritten Marktag, füllt sich der Platz zwischen den beiden Tempeln mit Händlern aus Honingen, Abilacht, Traviarim, Kareth und den umliegenden Dörfern. Auch einige einheimische Stände mit Schnitzereien, Gebrauchsgegenständen oder gar Möbelstücken sind dort zu finden. Diese liegen traditionell im firunwärtigen Teil des Platzes - deshalb auch Bauernmarkt genannt - während die Auswärtigen um die Reichsstraße herum ihre Waren feilbieten, manchmal vom Abilachter Markt bis hinunter ins Hobelviertel. Dies soll den Fernhändlern mit ihren schweren Karren die An- und Abreise erleichtern.

Über die Grenzen der Baronie hinaus bekannt, ist der Lyngwyner Jahrmarkt - ein Recht, dass die Bauern einst von ihrem Landesherrn erstritten haben. Der Markt wird normalerweise am Ende der Erntezeit eröffnet, wenige Tage nach den Feiern in Abilacht. Es ist die Zeit des landesherrlichen Gerichtes, der Steuereintreiber - und der Gelegenheiten. Es wird getanzt (vor allem der Lyngwyner) und in den Tavernen vergnügt man sich mit Spielen wie Pfeilwerfen und dem auch sonst sehr beliebten Kegeln.

Dazu kommt der alljährliche Wettbewerb im Holzhacken. Dabei gilt es, einen Holzstumpf mit der Axt in möglich kurzer Zeit in einer vorbestimmten Höhe abzuschlagen. Die Besten benötigen für einen Stamm oft nur wenige Schläge. Dies ist vor allem ein Wettstreit der Holzfällergesellen. Aber auch Durchreisende können durchaus ihr Glück auf den Erlbachwiesen oder beim Holzfällerlager versuchen.

1Die Anzahl der erlaubten Markttage wurde erst 1037 auf Anregung des Vogtes Dunwyn Llanfair von Baron Hjalbin verdoppelt

T7 Brauer und Brennerei

Eigentlich ist dies der einzige Ort in der Baronie, der vom Baron das Recht bekommen hat, das örtliche Dunkelbier und einige Schnäpse herzustellen. Allerdings ist es ein offenes Geheimnis, dass es um Niamadshus herum einige Schwarzbrenner geben soll.

T8 Gasthaus "Zum Waldschrat" (Saal 12 Betten) und H8 Gasthaus "Axt und Stumpf" (8 Betten)

Der Waldschrat bemüht sich, wie der Stumpf auch, ein wenig von der Stimmung einer Holzfällersiedlung der frühen Siedlerzeit einzufangen. Man gibt sich bewusst rauhbeinig, wenn auch mehr zur Unterhaltung der Durchreisenden. Bänke und Tische sind scheinbar nur grob bearbeitet und der Schankraum ist angefüllt mit allerlei geschnitzten Figuren.

Die Speisen sind deftig und reichlich. Dazu gibt es dunkles Bier und einen tiefgrünen Schnaps - den echten Lyngwyner Waldschrat.

Der Wirt Branwyn ui Cualain muss einiges tun, um Gäste anzuziehen, da ihm besonders der Wirt des Stumpfs, Jasper Torkyn, aber auch die Wirtin des Roten Hahns Tika Ronnelyn zusetzt. Letztere hat den Vorteil, dass bei ihr - aus eher historischen Gründen - auch die Wechselstation der Beilunker Reiter untergebracht ist.

Hobelviertel

Weniger prächtig sind die kleinen Häuser im Hobelviertel südlich von Traviagrund und der Reichsstraße. Werkstätten - oft zur Straße offen und gelegentlich einem angeschlossenen kleinen Laden ausgestattet - stehen dicht an dicht mit den Behausungen von Tagelöhnern. Es ist eng und mitunter auch laut. Im Osten gibt vor allem Holzschnitzer und Drechsler. Im Süden gröberes Handwerk wie Wagner, Tischler, Zimmerleute und mit einem Küfer nahe des örtlichen Gasthauses. Zur Reichsstraße hin schließlich Werkzeugmacher und die bekannte Bognerei Llanfair. Kunden sind vorallem durchreisende Händler oder Besucher des Lyngwyner Marktes. Die Ansammlung einiger recht kundiger Meister hat dazu geführt, dass der Ort von den Lyngwynern gelegentlich als 'Werkbank Honingens' bezeichnet wird. Freilich wird dieser Beiname auch von anderen Orten in der Region beansprucht.

Stellvertretend für die Handwerker sei nur ein Name genannt:

H1 Bognerei des Sean Llanfair

Der Name Llanfair ist aufs Engste mit dem Bogenbau verbunden, seit ein Vorfahr Meister Seans in Honingen mit dem Titel eines Hofbogenmachers bedacht wurde. Der Ruhm wirkt bis heute nach und hat der Familie Bekanntheit über die Grenzen der Baronie verschafft. Gelegentlich behauptet der Meister gar bereits ganze Banner der Reichsarmee ausgerüstet zu haben. Von der Zahl allein mag das wohl stimmen, da wer als Bogenschütze etwas auf sich hält, gerne einen Bogen von kundiger Hand besitzen möchte. Und Bogenschützen gibt es in Lyngwyn Dank der Förderung jenes Zeitvertreibes durch den Grundherrn viele.

Sonst muss Meister Llanfair natürlich wegen seiner eingangs erwähnten Streitereien mit seinem Sohn - dem Vogt - erwähnt werden.

Erlbachwiesen und Neuer Anger

Abgeschirmt wird Traviagrund durch einen zur Reichsstraße offenen Halbkreis von Gehöften, wie die der Familie Torkyn oder Ronnelyn. Sie liegen an den Feldwegen, die vom Ortskern oder der Reichsstraße abzweigen. Die Höfe bestehen - wie in Albernia üblich - zumeist aus nur einer einzelnen großen Halle. Mensch und Vieh leben unter einem Dach. Nebengebäude sind eine Ausnahme. Die Fachwerkhäuser sind entweder mit Grassoden oder Lyngwyner Holzschindeln gedeckt. (Die einfache Bauweise bringt es mit sich, dass die Häuser durch verrottende Holzbalken manchmal alle ein oder zwei Generationen neu errichtet werden müssen. Gleichzeitig ermöglicht es aber auch, die Häuser bei Bedarf zu zerlegen und an anderer Stelle neu zu errichten. Das hat nicht nur in Lyngwyn zu der Rechtsauffassung geführt, ein Haus zähle zur Fahrenden Habe und könne durchaus mitgenommen werden, so der Grundherr dem Pächter die Einzelteile nicht abkaufen wolle.)

Am Erlbach, der dem Westteil seinen Namen gegeben hat, befinden sich zumeist gemeinschaftlich genutzte Flächen und Gebäude. Oder eben auch diejenigen, die auf fließendes Wasser zum Betrieb oder im Brandfall angewiesen sind. Dazu gehören:

E1 Ronnelyns Lichtung

Wenig vom Traviatempel entfernt liegt einer der ältesten Plätze Lyngwyns. Der alte Flurname verweist gleichzeitig auf den dort vermutlich einst befindlichen Urhof der gleichnamigen Familie. Neben den Torkyns zählt diese zu den frühesten Siedlern des Ortes. Mit eben jener Familie liegt man seit ewigen Zeiten in Wettstreit, welche nun die bedeutendste Sippe des Ortes ist. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass Lyngwyner Bauernhäuser weder an sich noch in ihrer Lage dauerhaft angelegt wurden und werden.

E2 Grobschmied

"Seile, Netze, fein geknüpfte Kettenhemden" kündigt das hölzerne Schild vor Rodroms Laden an, was hier zur Auswahl steht. Der etwas verwegen aussehende Zwerg, der laut Aussage aus einer Gegend südlich der Ingrakuppen stammt, bietet den zahlreichen Handwerkern Lyngwyns das nötige Werkzeug, um ihre tägliche Arbeit zu verrichten. Meister Rodrom ist prinzipiell ein umgänglicher Mann, wird aber wegen seines Aussehens gerne darum gebeten, auf Markttagen als Hilfsbüttel auszuhelfen. Als solcher beteiligte er sich 1034 auch an der erfolglosen Drachenhatz in Lyngwyn, eine damals gefundene Drachenschuppe trägt er an einer Kette um den Hals. Seit 1033 wird der Zwerg von seinem Neffen unterstützt. Da dieser allerdings erst wenige Wochen zuvor die väterliche Binge verlassen hat, ist er weder mit den Gebräuchen der Menschen vertraut, noch sprach er anfangs auch nur ein Wort Garethi.

E3 Back- und Räucherhaus

Das Gebäude am Erlbach wird von den Bauern gemeinschaftlich genutzt. Über die gerechte Verteilung der Nutzungsrechte wacht Cluim Torkyn als Dorfschulze. In der Nähe lag bis zu ihrem Abriss 1036 die - inzwischen in der Vogtei untergebrachte - Zehntscheuer des Ortes.

E4 Mühle

Die freiherrliche Mühle wird von einem Müller und Bäcker im Nebenerwerb getrieben. Zu seinen Pflichten gehören neben der Pflege des Gebäudes auch die Eintreibung des Mahlgeldes für den Grundherrn, von dem er einen Teil behalten darf. Dafür haben die Barone Lyngwyns schon vor langer Zeit den Mühlenbann verhängt, der die Errichtung weiterer Mühlen im Umkreis verbietet. Auch sind die Bauern verpflichtet, ihr Korn nur dort mahlen zu lassen, was dem Müller einen kargen Verdienst sichert.

Karether Niederwald am Übergang zur Schwarzheide

E5 Sägewerk

Das freiherrliche Sägewerk ist das für den Grundherrn einträglichste Gebäude des Ortes. Es versorgt das Hobelviertel und das weitere Umland mit Brettern und grobem Bauholz. Hinzu kommen fast gezwungenermaßen grössere Mengen an Gerb- und Farbstoffen sowie Pech. Das Gewerbe liegt in der Hand der Familie Darell als Pächter, deren Zahlungen jährlich neu ausgehandelt werden. Es handelt sich dabei meist um eine sehr einseitige Angelegenheit, da auch das für den Betrieb notwendige Holz im Besitz des Barons ist.

Letzteres lagert bis zu seiner Weiterverarbeitung auf dem großen Platz neben dem Sägewerk. Hier nehmen sich die - auf Zeit in der Nähe in den Ostender Barracken1 (E6) lebenden - örtlichen Holzknechte der Baumstämme an. Entästen, und "Schälen" eines Baumes, sowie die anschließende Herstellung von Balken und Brettern gehören zu den täglichen Aufgaben eines Lyngwyner Holzfällers.

Die Arbeit ist körperlich anstrengend und gelegentlich entbrennt, wie in den Holzfällerlagern überall in der Baronie, ein Wettstreit, wer die Arbeit am schnellsten beendet hat. Dieser ist besonders hart, wenn sich in dem einem Arbeitstrupp - in Lyngwyn Rotte genannt - ein Torkyn und in der anderen ein Ronnelyn befindet.

Eine Holzfällerrotte besteht aus etwa einem Dutzend Holzfällern. Es handelt sich um Hörige, die vom Schulzen in Lyngwyn in Abstimmung mit dem dortigen Sägewerk bei Bedarf zur Waldarbeit eingeteilt werden. Überwacht wird der Frondienst vor Ort jedoch von einem Handwerker, d.h. einem freien Mann. Er wird für den Dienst entlohnt und trägt als Rottenführer auch die Verantwortung für das Wohlergehen der Rotte und die pünktliche Ablieferung der Stämme.

Das niemand außer den Rotten in den Lyngwyner Wäldern Holz schlägt oder sich sonst des Forstfrevel schuldig macht, wird vom Jagdmeister und seinen Gehilfen überwacht. Eine ähnliche Funktion übernehmen auch die Bannwarte, zumeist (leibeigene) Waldbauern die dafür sorgen, dass der Wald nicht über die garantierten Holzsammel- und Weiderechte hinaus genutzt wird.

1Es handelt sich um einfache Blockhäuser im Westen des Platzes. Der Name hat sich in Erinnerung an ähnliche Notquartiere Ostender Flüchtlinge 1020 eingebürgert

N1 Schulzenhof (Torkyns Winkel)

Wahrlich einer der besonderen Orte in Lyngwyn stellt der Hof des Freibauern Torkyn dar. Die kunstvoll geschnitzten Holzgiebel des Haupthauses sind ein gutes Beispiel für die Holzschnitzkunst in der Region. Sie erinnern fast schon an die Verzierungen, die man auch an thorwalschen Drachenbooten findet. Und das obwohl sich die Familie eigentlich nicht ihrer Thorwalschen sondern bosparanischen Vorfahren rühmt.

Außerhalb des Ortes

Der Dorfrand, aber auch Flurgrenzen werden mit Bruchsteinen und Hecken markiert. Letztere existieren bereits seit vielen Generationen und sind im Laufe der Jahre zu ansehnlicher Ausdehnung herangewachsen. Beinah undurchdringlich ist die große Wallhecke aus Brombeere, Esche und Liguster, die den Nordteil Lyngwyns an drei Stellen umgibt. Sie diente vorallem in früheren Zeiten zum Schutz vor wilden Tieren. Die Eroberung des Marktes in der Thorwalerzeit konnte sie nicht verhindern.

Hinter der Hecke findet man noch zahlreiche Höfe und Weiler, so dass der Landstrich als der bevölkerungsreichste der Baronie gilt. (Zum System der Gemarkungen und Bannwarte siehe den Abschnitt zu den Flurnamen weiter unten.) Hinter den Äckern schließen sich vor allem entlang von Garbans Pfad - gen Nordwesten nach Niamadshus und Südosten gen Lyllstein - Weiden mit Abilachter Fleckvieh oder Schafen an.

Noch weiter entfernt liegen Holzfällerlager. Besonders auffällig sind die Holzstapel westlich entlang der Reichsstraße im Karether Forst, wo sie auf ihren Transport ins Hobelviertel warten. Viel Holz kommt aber auch aus der Hohenfelser Mark südlich des Karether Forstes oder Angrims Hain. Letzteren erreicht man über Garbans Pfad, der an den Resten von Dun na Tuathal zur Burg Lyllstein führt. Allerdings sparen die Holzfäller dabei einen großen Teil des Waldes - bekannt als Galadir und das Ufer des Tannwalder Sees wegen der dort lebenden Auelfensippen aus.

A1 Boronanger und Baronsgruft

Etwas westlich, am Rande des Weilers Cuilwins Kate, befindet sich Lyngwyns Boronanger. Abgesehen von den meisterlich geschnitzten hölzernen Halbrädern ziert nur ein kleiner geweihter Schrein die sonst so schmucklose Anlage. In schwarze Marmorplatten ist das Bildnis eines Raben eingemeißelt, zusammen mit der Widmung "Ruhe sanft in Borons Armen". Der Name des Priesters, der die Segnung des Totenschreins durchführte, ist, ganz nach dem Willen seines Herrn, in Vergessenheit geraten.

Die jetzige Dienerin des Raben Etilia von Winhall (geb. 995), vor Jahrzehnten aus dem Norden hierhin versetzt, ist ebenfalls den Meisten eher fremd. Hinzu kommt, dass sie als reisende Geweihte mehrere Boronanger der Umgebung betreut und sich mehr außerhalb von Lyngwyn aufhält als in der Baronie

In der Nähe des Schreins liegt auch die Gruft der Familie Kieran. Sie wurde vor sechshundert Jahren durch Baronin Alwina I. als Ersatz für den alten Lyllsteiner Boronanger angelegt. Seitdem haben etwa zwei Dutzend Barone von Lyngwyn in Urnengräbern ihre letzte Ruhestätte gefunden. Unter anderem auch die Familie von Ulfart Kieran, dem letzten erbberechtigten Angehörigen der Familie.

Gebäudeübersicht

Gebäude mit einem * sind oben ausführlicher beschrieben

Lyngwyn (Honingen).png
Kürzel Gebäude Viertel Strasse
Traviagrund Herrenhöfe
T1.1 Landvogtei* Traviagrund Bauernmarkt (Vogtei)
T1.2 Büttelwache* Traviagrund Bauernmarkt (Vogtei)
T2.1 Kontor Stordan (Q7/P5)* Traviagrund Bauernmarkt (Markthalle)
T2.2 Schreibstube Murrigan aus Draustein (Q7/P6)* Traviagrund Bauernmarkt (Markthalle)
T2.3 Krämerin Hema Conaill (Q6/P6)* Traviagrund Bauernmarkt (Markthalle)
T2.4 Krämer (Q5/P6) Traviagrund Bauernmarkt (Markthalle)
T3 Perainetempel* Traviagrund Bauernmarkt
T4 Traviatempel* Traviagrund Am Traviagarten
T5 Traviabrunnen / Marktgericht* Traviagrund Am Traviagarten
T6 Badehaus (Q6/P5) Traviagrund Brauerzeile
T7 Brauer und Brenner (Q5/P6)* Traviagrund Brauerzeile
T8 Gasthaus "Zum Waldschrat" (Q7/P6)* Traviagrund Brauerzeile
T9 Bäcker (Q5/P4) Traviagrund Krämerzeile
T10 Fleischer (Q5/P5) Traviagrund Krämerzeile
T11 Barbier (Q5/P5) Traviagrund Krämerzeile
T12 Schneider (Q6/P5) Traviagrund Krämerzeile
H1 Bognererei Llanfair (Q7/P7)* Hobelviertel An der Reichsstraße/Bognerzeile
H2 Drechsler (Q6/P7) Hobelviertel Drechlsergasse
H3 Schnitzer (Q6/P6) Hobelviertel Drechlsergasse
H4 Wagner (Q6/P7) Hobelviertel Drechlsergasse
H5 Fassbender (Q4/P5) Hobelviertel Küferzeile
H6 Zimmermann (Q7/P8) Hobelviertel Küferzeile
H7 Tischler (Q6/P7) Hobelviertel Küferzeile
H8 Gasthaus "Axt und Stumpf" (Q6/P5)* Hobelviertel Mühlbrücke
Erlbachwiesen Cuilwins Pfad
E1 Ronnelyns Lichtung* Erlbachwiesen Ronnelyns Lichtung
E2 Grobschmied (Q8/P6)* Erlbachwiesen Schmiedegasse
E3 Back- und Räucherhaus* Erlbachwiesen Schmiedegasse
E4 Mühle* Erlbachwiesen Schmiedegasse
E5 Sägewerk* Erlbachwiesen Holzfällerlager
E6 Ostender Barracken* Erlbachwiesen Holzfällerlager
Neuer Anger Garbans Pfad
N1 Schulzenhof* Neuer Anger Torkyns Winkel
A1 Boronanger und Baronsgruft* Außerhalb

Flurnamen im Lyngwyner Land

Übersicht

Auch bedingt durch die zahlreichen Höfe im Zentrum der Baronie tragen viele Gemarkungen gesonderte Namen. Teilweise sind sie in der langen Geschichte der Baronie gewachsen oder wurden zuerst vom Grundherrn zur Zusammenfassung der Höfe einer Gegend benutzt. So oder so sind sie den Bauern geläufig und begründen kleinere Hofgemeinschaften abseits des Marktfleckens Lyngwyn. Unfreie Büttel - wie die Flurwächter im Forst Bannwarte genannt - sind hier oft eingesetzt, um den Lyngwyner Dorfschulzen Cluim Torkyn bei seinen Tätigkeiten zu unterstützen. Gegenwärtig gibt es drei Bannwarte. Im Südosten bei Dun na Tuathal, im Nordwesten auf dem Esch und im Westen in Cuilwins Kate.

Lyngwyner Flur
Lyngwyner Flur (farbig)
  • In Lyngwyn selbst (Dorfschulze Cluim Torkyn), ca. 850 Einwohner
    • Traviagrund (Gebiet rund um den Marktplatz)
    • Erlbachwiesen (Anger westlich des Flusses)
      • Ronnelyns Lichtung (Nordwesten des Ortes)
    • Neuer Anger (Hofstellen nordöstlich des Marktplatzes)
      • Torkyns Winkel (Südosten des Ortes)
    • Hobelviertel (Werkstätten im Südosten des Ortes)
    • Holzabladeplatz (Lager südwestlich des Ortes)
  • gen Südosten (Bannwart von Dun na Tuathal, Fiona ni Branwyn) , ca. 300 Einwohner
    • Tuachalls Weide (bei Dun-na-Tuathal westlich von Garbans Pfad)
    • Angrims Weide (östlich davon zum Hain hin, Höfe der Fiona ni Branwyn und des Lothur Firnbach. Letzterer kam als Flüchtling aus Ostend nach Lyngwyn. Ein vormals namenloser Bach bei seinem Hof trägt seitdem seinen Namen.)
  • Südwesten (Dorfschulze Cluim Torkyn, vertreten durch die Melvin Aschenbrenner als Türmer der Karether Landwehr), ca. 250 Einwohner
    • Grüner Winkel (Zwischen Lyngwyn und dem Karether Forst)
    • Karether Landwehr (Südlich davon zu den Wäldern der Hohenfelser Mark)
  • gen Westen (Bannwart auf Cuilwins Kate, Brendan ui Cuilwin), ca. 400 Einwohner
    • Cuilwins Kate (eine Meile westlich von Lyngwyn gelegen. Größte Ansammlung von Höfen im Umkreis von Lyngwyn. Ein schlechter Karrenweg führt von hier wieder auf Garbans Pfad und weiter nach Niamadshus.)
    • Schinder- oder Schwarzheide (nördlich von Cuilwins Kate, Heim des Schinder-Alrik (Abdecker und Scharfrichter) und historische Richtstätte)
    • Am Alten Mühlteich (Am Oberlauf des Erlbaches, im Umland einige Fischteiche)
    • Am Deich (alter Staudamm westlich des Mühlteichs)
  • gen Nordwesten (Bannwart auf dem Esch, Lughaid Darell), ca. 400 Einwohner
    • Garbans Esch (direkt nördlich von Lyngwyn an der Hecke)
    • Brogans Esch (nordöstlich davon zum Magierturm. Streubesiedlung mit meist hofnahen Feldern.)
    • Am Eschbach (westlich davon)
    • Niamads Heide (am Grenzstein nach Niamadshus)
    • Magierturm (Alter Wachturm an der Grenze Alt-Lyngwyns. 982/983 vom Lyngwyner Magus Brogan, Hofalchimist Ulfart Kierans, übernommen. Heute lebt hier dessen Schüler Aldemon.)
  • gen Nordosten (Dorfschulze Cluim Torkyn) ca. 150
    • Kierans Stein (abgelegen im Nordosten, an der Grenze zum ehemaligen Wiallainen. Hier wurde 1013 Baron Ulfart Kieran erschlagen. Die Höfe gehören Neusiedlern aus Ostend.)
    • Am Alten Anger (Allmende direkt östlich Lyngwyns)

Die sogenannte Landwehr, umfasste zu früheren Zeiten neben geschickt einbezogener Hecken, Entwässerungsgräben und Mauern den Wachturm auf der Karether Landwehr, den Magierturm auf dem Esch und das Leuchtfeuer auf dem Dun-na-Tuathal.

Cuilwins Kate

Bis zur Grundreform lebten hier fast nur Tagelöhner in ärmlichen Behausungen, größter Hof war der der Familie Cuilwin, die heute den Schankwirt und örtlichen Bannwart stellt. Inzwischen gibt es hier zumindest Kleinbauern und die Gemarkung erscheint selbst fast schon als Lyngwyner Vorort mit einer kleinen Schenke an der Dorfkreuzung, Händlern und Handwerkern. Allerdings steht sie mit den verstreuten Höfen zu sehr im Schatten des großen Marktes im Osten, als das sie über einen eigenen Schulzen verfügen würde. Westlich liegt der oben beschriebene Boronanger.

UC2 Schützenplatz (Festwiese)

Der Platz, der auch von den Bewohnern des Marktes Lyngwyn genutzt wird, liegt nordwestlich der Dorfkreuzung. Praiostags, immer nach dem Ende der Traviamesse, dient er den Landwehrbogenschützen angeführt von Vogt Dunwyn Llanfair zu Übungszwecken. An anderen Tagen sieht man hier zumeist Handwerksgesellen und Heranwachsende der Umgebung beim Immanspiel.

UC9 Gerber (Schinder-Alrik)

Auf dem letzten Hof vor den Weideflächen im Nordwesten befindet sich das Haus des örtlichen Gerbers, gleichzeitig Schinder, Rattenfänger und Henker der Baronie. Ämter, die seine Familie bereits seit Generationen innehat, da sie niemand freiwillig verrichten möchte. Umso treffender ist es, dass er gleich seinem Vater nur Schinder-Alrik gerufen wird. So wichtig seine Aufgaben, wie die Beseitigung von krankem Vieh, auch ist, so sehr achten die meisten Lyngwyn doch darauf, dem Hof nahe der historischen Richtstätte nicht näher zu kommen als irgend nötig. Zu den Besonderheiten seines Amtes gehört auch, dass der Schinder seinen eigenen Bierkrug in der Taverne hat. Auf das kein Gast gezwungen ist, ein Trinkgefäß zu nutzen, welches er bereits einmal in Händen gehalten hat.

Esch

UE1 Ziegelei

Am Eschbach, gegenüber den Fischteichen, sind die Tongruben und der kleine Brennofen der Baronie. Er liefert Backsteine für viele Gebäude der Umgebung. Die Landvogtei einmal ausgenommen. Hierfür wurden Baugestein aus der Hohenfelser Mark und höherwertige glasierte Ziegel aus der Ferne verwendet. Die Tätigkeit in der Ziegelbrennerei ist typischerweise Saisonarbeit und ruht so mitunter für Monate. Auch gelingt beileibe nicht jeder Ziegel, so dass er entweder nur als Füllmaterial für Zwischenwände und Schlaglöchern taugt oder gleich auf der Halde vor Ort entsorgt wird.

Gebäudeübersicht

Gebäude mit einem * sind oben ausführlicher beschrieben

Kürzel Gebäude Viertel Strasse
UC1 Herberge "Zur Brasse" (S4) Cuilwins Kate Dorfkreuzung
UC2* Schützenplatz (Festwiese) Cuilwins Kate Dorfkreuzung
UC3 Schuster/Sattler Cuilwins Kate Dorfkreuzung
UC4 Grobschneider Cuilwins Kate Dorfkreuzung
UC5 Lebensmittel Cuilwins Kate Dorfkreuzung
UC6 Fischhändler Cuilwins Kate Am Alten Mühlteich
UC7 Barbier Cuilwins Kate Dorfkreuzung
UC8 Hebamme Cuilwins Kate Dorfkreuzung
UC9* Gerber (Schinder-Alrik) Cuilwins Kate Schwarzheide
UE1* Ziegelei Esch Am Eschbach
UD1 Flachsbrechhütte Dun-na-Tuathal Tuachalls Weide

Geschichte

830 v.B.F.
Siedlerzeit

Landnahme an der Holzstraße (inter lignarius). Die beiden Prospektoren Alba Coronius und Vadocius Torquinus aus dem nahen Abilacht (albalacus) errichten auf Höhe des heutigen Lyngwyn zwei Holzfällerlager.
BEGINN DER SIEDLERZEIT (Überlieferung nur über Sagen und der Traviachronik in Lyngwyn)
Zum Artikel Landnahme an der Inter Lignarius (-830), Lyngwyn (Honingen), Beteiligte Alba Coronius, Vadocius Torquinus, Abilacht als Mutterstadt

110 B.F.
Ulaman-Ära

Schlacht an der Ochsenfurt. Der junge Baron Yandur Kieran ä.H. fällt im Kampf gegen Thorwaler. Ihm folgen zwei minderjährige Söhne. Für sie regiert ihr Onkel - der "Ewige Vogt" Oswyn Kieran.
BEGINN DER THORWALERZEIT (Zahlreiche Lyngwyner und Karether Urkunden erhalten, jedoch Lücken durch Kriegseinwirkung in Lyngwyn)
Zum Artikel Schlacht an der Ochsenfurt (110), Lyngwyn (Honingen), Beteiligte Haus Kieran

320 B.F.
Ulaman-Ära

Besetzung von Lyngwyn. Unter anderem Brandschatzung der alten Baronsresidenz in Lyngwyn. Flucht der Barone von Lyngwyn nach Lyllstein
Zum Artikel Besetzung von Lyngwyn (320), Lyngwyn (Honingen)

426 B.F.
Priesterherrschaft

Bau der Lyngwyner Baronsgruft. Nach Überschwemmungen am Tannwalder See Verlegung der Grablege der Lyngwyner Barone durch Alwina I. von Burg Lyllstein in den Hauptort. Wenig später Beginn von Grenzstreitigkeiten zwischen den Häusern Kieran und Wiallainen.
Zum Artikel Bau der Lyngwyner Baronsgruft (426), Lyngwyn (Honingen), Beteiligte Haus Kieran, Cuilwins Kate, Familie Wiallainen

1020 B.F.
Heldenzeit

Untergang Ostends. Flüchtlinge aus der Markgrafschaft Beilunk erreichen die Baronie Lyngwyn. Ihre Unterbringung bringt erhebliche Spannungen und finanzielle Belastungen mit sich (bis 1032 B.F. )
Zum Artikel Ostender, Lyngwyn (Honingen)

1036 B.F.
Gegenwart

Bau der Lyngwyner Landvogtei. Baron Hjalbin Helman lässt die Alte Landvogtei - 977 als Schreinerei Brandson gebaut und seit 1022 Sitz des Landvogts Dunwyn Llanfair - zum repräsentativen Herrschaftssitz erweitern. Damit soll zum einen der seit einer Generation stark gewachsene Markt Lyngwyn aufgewertet, zum anderen auch dessen Verwaltung verbessert werden. (bis 1039 B.F. )
Zum Artikel Bau der Lyngwyner Landvogtei (1036), Landvogtei (Lyngwyn), Beteiligte Haus Helman, Hjalbin Reochaid Helman, Lyngwyn (Honingen)

Quellen

Offizielle Quellen