Landvogtei (Lyngwyn)

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Lyngwyner Landvogtei
Lyngwyner Landvogtei (Ansicht)
Region: Honinger Land
Typ: Wehrhof
Lehen: Vogtei Oberlyngwyn
Vogt: Dunwyn Llanfair
Einwohner: 30
Truppen: Lyngwyner Landbüttel, Schwerter von Lyngwyn
Schreine: Rondra
Besonderes: erbaut 1036-1039, Baroniearchiv
In der Nähe:
Niamadshus Wiallainen
Pfeil-Nordwest-Grau.png Pfeil-Nordost-Grau.png
Karether Forst Pfeil-West-Grün.png Lyngwyner Landvogtei
Pfeil-Südwest-Grau.png Pfeil-Süd-Grau.png Pfeil-Südost-Grau.png
Kareth Lyngwyn Dun na Tuathal
Lyngwyner Landvogtei (Lage)
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Blick auf den Nordrand des Lyngwyner Marktplatzes. Im Hintergrund die Wallhecke mit den Pforten zur Esch und Kierans Stein. Die weißen Blöcke stehen für jeweils eine Hofstelle.
Wappen vogteioberlyngwyn.png

Die Lyngwyner Landvogtei liegt am Nordrand des Lyngwyner Marktplatzes. Hier befinden sich mit dem Amtssitz des Vogtes Dunwyn Llanfair, des Dorfschulzen Cluim Torkyn und der Büttelwache die wichtigsten Gebäude des Ortes - und wohl noch für eine ganze Weile deren größte Baustelle. Ein Zustand der zumindest Wohlgeboren Llanfair als Vertreter des Barons wohl vertraut ist. Schließlich waren es auch die ständigen Reparaturen an seinem alten Wohnhaus, die 1036 zur Planung der umfangreichen Erweiterung (Neue Vogtei, Löwentum und Büttelwache mit Schulzenamt) geführt haben. Und dies inmitten der Belastungen der Baronie durch Sondersteuern für die Vermählung Prinz Finnians und Kaiserin Rohajas. So kam es nicht von ungefähr, dass der Kämmerer des Barons - Roderick von Halberg - heftigen Widerstand leistete und vor dem Spatenstich im Jahr 1037 die fast vollständige Überarbeitung der ersten Pläne erwirkte.

Dennoch bleibt die Landvogtei - die immerhin fast die Wohlfläche der relativ kleinen Burg Lyllstein erreicht - die umfassenste Anstrengung der Baronsfamilie. (Ihre Bauvorhaben beschränkten sich bislang auf den Einbau der Fußbodenheizung 1014 und den Bau äußeren Bastion 1026 auf ihrem Stammsitz.) Sollte sich der Baron gar entschließen, in die ungleich zentraler gelegene Landvogtei zu ziehen, so wäre es auch für die Baronie ein historisch bedeutsamer Schritt. Immerhin hat seit der Flucht 493 an den Tannwalder See kein Landesherr mehr sein Quartier im Hauptort aufgeschlagen. Diese Entwicklung scheint zumindest für einen Teil des Jahres möglich, doch sagt man dem rondrianisch gesinnten Baron Hjalbin nach, gleich seinem Vater zuvor die Winterabende hinter den wehrhaften Mauern der Burg Lyllstein zu schätzen.

Baustil

Die Landvogtei folgt garetischem Stil. Kreuzgewölbe, Stützstreben, Spitzbögen und gen Alveran strebende Türmchen gehören ebenso dazu wie die strenge Geometrie der Fenster. Dennoch wahrt der durch Bran ui Kinevan - ehemals Kaiserlich Albernischer Festungsbaumeister - entworfene Bau sorgsam die Distanz zu prachtvolleren Sakralbauten. Auch beim Baumaterial setzte er bewusst auf Bescheidenheit. Neben Naturstein, der in Lyngwyn durchaus zur Verfügung steht und auch reichlich in tragenden Wänden verbaut wurde, setzte er vorallem auf Klinker - gleich der Backsteingaretik fernab der Gebirge liegenden Städte - die allerdings keine komplexen Formen zulassen. So beschränken sich Verzierungen außen auf verschiedenfarbige Klinker oder den bewusst sparsamen Einsatz von Putz und Naturstein.

Innen prägen ebenfalls Streben und hohe, lichtdurchflutete Räume das Bild. In anderen Ecken finden sich die Vorzeichnungen von Fresken, Glasmalereien und Ornamenten aus dem in Lyngwyn wohl wichtigen Material - Holz verschiedenster Sorten und vornehmlich heller Farbtöne. Schnitzereien in den bereits fertiggestellten Salons folgen dabei traditionellen Motiven wie Wildtieren oder Fabelwesen. Oder sie zeigen Szenen aus der bewegten Geschichte der Region.

Die einzelnen Gebäude (von West nach Ost)

Alte Landvogtei

Der westlichste Teil hat die am weitesten zurückreichende Geschichte. Ursprünglich vor 60 Jahren von Schreinermeister Brandson errichtet, ist er seit 1022 Sitz des Lyngwyner Vogtes. Ein Amt, das von Baron Throndwig für Dunwyn Llanfair nach langer Vakanz wiederbelebt wurde. Dieser fand damals drei zusammenstehende zweistöckige Gebäude vor - zwei Wohnhäuser und eine Werkstatt. Fast schon städtisch wirkende Fachwerkhäuser - unten aus Stein und oben aus Fachwerk. Eigentlich vortrefflich geeignet als Bürgerhaus und Verwaltung des Marktes.

Allerdings hatten die Gebäude nach dem Tod Meister Brandsons mehrere Jahre leer gestanden. So zogen sich einige Innenarbeiten bei Ritter Llanfairs Amtsantritt über Monate hin, sodass dieser sein Arbeitszimmer sehr lange mit lärmenden Handwerkern teilen musste. Als am schlimmsten erwies sich aber der Zustand des Dachstuhls, der trotz teilweiser Erneuerung nie ganz dicht wurde. Was allerdings auch am Versuch gelegen haben könnte, im Spitzboden mehr Wohnraum zu schaffen. Nachdem ein Sturm im Rondra 1032 das Dach beschädigt hatte, befand sich der Vogt danach wiederum in der gleichen Situation.

Die wiederholt notwendigen Reparaturen, führten schließlich im Jahr 1036 zu dem Wunsch nach einer dauerhafteren Lösung und damit den Beginn der Planung der Landvogtei in ihrer jetzigen Form. Am Westende bedeutete es vorallem eine neue Fassade und Giebel in garetischem Stil sowie die Wiederherstellung der alten Dachneigung. Ironischerweise war es genau das dessen es bedurfte, um die langjährigen Problem zu lösen. Das der Vogt am Ende dennoch mehr Raum für sich selbst hat, liegt vor allem daran, dass sein Archiv und Arbeitszimmer in den benachbarten Trakt umgezogen sind.

  • Keller: Jagdzimmer
  • Erdgeschoss: Offizielle Wohnräume
  • Obergeschoss: Privatquartiere
  • Spitzboden

Neue Landvogtei / Löwenturm

Der Neubau beinhaltet vor allem repräsentative Räume. Im vorderen Bereich des Erdgeschosses liegen einige Salons und Gästeräume, im hinteren Bereich die Hohe Festhalle mit dem großen Rosettenfenster. Sie öffnet sich nach oben zum Halbgeschoss, so dass die Decke hier eine Höhe von über fünf Schritt erreicht. Gen Westen liegt die Küche mit dem Zugang zum Vorratskeller, nach Osten eine Nische mit einem Rondraschrein (verschlossen auch als Platz für Musikanten bei Feierlichkeiten gedacht), die Waffenkammer und ein Fechtsaal.

Im ersten Ober- bzw. Halbgeschoss sind Gemächer für den Baron und das sogenannte Grafengemach für hochrangige Gäste untergebracht. Im Westen - nahe des Zugangs von der Alten Vogtei her - befindet sich das Archiv. Wichtige Dokumente aus der Baronieverwaltung - auch der aufgelösten Baronien Kareth und Wiallainen - lagern hier zumindest als Abschrift. Dazu Stammbäume und die Verkündungsurkunde der Reichsgrundreform 982. Dazu kommen zahlreiche Reiseberichte und Werke zur Militärgeschichte. Viele davon entweder vom ehemaligen Baron Throndwig selbst geschrieben oder angeschafft. Zur Geschichte des Marktes Lyngwyn selbst finden sich Unterlagen des Dorfschulzen (Schiedssprüche, Gerichtsakten und Abgabenbücher), des Vogtes (Marktgebühren) sowie die Zweitschrift der Chronik des Traviatempels. Letztere wurde bereits vor Jahren angefertigt, um die Originale im Tempel - von denen einige auf Baumrinde geschrieben wurden - zu schonen. Zum Umfang der Dokumente siehe auch die Bemerkungen zu den einzelnen Geschichtsepochen.

Das Archiv ist die Domäne von Idra Helman - als Schwester des Barons auch für die Bewahrung der Familiengeschichte verantwortlich. Sie ist neben dem Vogt und den Bütteln in der Wache eine der wenigen ständigen Bewohner der Vogtei. Dabei liegt ihre Aufgabe weniger auf dem Abschreiben und Restaurieren von Dokumenten - das übernehmen Schreiber - sondern auf der grundsätzlichen Ordnung und Erweiterung der Sammlung. Hier geht ihr dann und wann auch ihr Vetter Falk Helman zur Hand. Vor seiner Berufung zum Feldkaplan der Abilachter Reiter war er einige Jahre mit seinem Onkel Throndwig Chronist im Rondratempel von Havena.

Das - zur Zeit ungenutzte - zweite Obergeschoss ist für weitere Gäste, Gesinde oder als Erweiterung des Archivs gedacht, wenn es nicht wie der eigentlich dafür vorgesehene Spitzboden für Wirtschaftsräume zweckentfremdet wird.

Verbunden werden die einzelnen Bereiche durch den 14 Schritt höhen Löwenturm. In der Vertikalen führen zwei Treppenhäuser in die einzelnen Geschosse. Des Weiteren verlaufen im Erdgeschoss Säulengänge nach Westen in den Keller und nach Osten in die Büttelwache. Darüber liegt der Turm zwischen den Balkonen. Wichtigste Räume sind, neben dem Durchgang zur Hohen Halle in der Vogtei, der zwei Stockwerke darüber liegende Löwensaal. Von dessen Rosettenfenster hat man einen guten Überblick über den Markplatz. In den Räumen befindet sich auch die Kommandantur der Schwerter von Lyngwyn so sie sich im Ort aufhalten.

  • Keller: Vorräte, Wirtschaftsräume
  • Erdgeschoss
    • Vorderfront: Eingangshalle im Löwenturm und Treppenhaus, 4 kleine Türme, Säulenfront, Kellerzugänge, getäfelte Salons und Gästeräume
    • Hinten links: Küche und Vorratsräume, Durchgang zur Alten Vogtei
    • Hinten Mitte: Hohe Halle mit umlaufender Gästetribüne
    • Hinten rechts: abtrennbare Nische mit Rondraschrein und Trophäensaal, Fechtsaal, Durchgang zum Zehntturm
  • Ober- oder Zwischengeschoss (auf 2/3 der Grundfläche)
    • Vorderfront: Balkone rechts und links. Wachkammer im Löwenturm
    • Links: Archiv und Skriptorium sowie Baronsgemach
    • Rechts: Grafengemach
  • Zweites Obergeschoss
    • Vorderfront: Löwensaal im Turm (Kommandantur der Schwerter von Lyngwyn)
    • Hinten: Säle und Schlafkammern (zum größten Teil ungenutzt)
  • Spitzboden: Erker, Dienstbotenkammern

Zeughaus und Landbüttel

Das Gebäude ist der Amtssitz von Cuanu ui Cuilwin, seit 1037 Wachtmeister des Ortes. Siehe auch Lyngwyner Landbüttel.

Einen Teil des Turms nehmen die Lagerräume für die Naturalabgaben der Bauern ein. Sie stellen den Ersatz für die alte Zehntscheuer auf den Erlbachwiesen dar. Aus diesem Grund gibt es an der Ostseite des Turm auch einen Kran, um Dinge in die höheren Geschosse zu befördern. Zuletzt folgt der Aussichtspunkt für die Büttel, um nach Bränden in der Stadt oder Angreifern in der Ferne zu sehen. Durch die Höhe von 23 Schritt ist es möglich, eine Kolonne Bewaffneter auf zwei Wegstunden Entfernung zu erahnen - zumal mit einem guten Fernrohr. Der Blick reicht somit über Wiallainen im Nordosten, Niamadshus im Nordwesten, den Karether Forst im Südwesten und weit in das Hügelland bei Dun na Tuathal im Südosten.

Büttelwache und Zeughaus

  • Keller: Gefängniszellen
  • Erdgeschoss: Waffenkammer in der Büttelwache und Schreibstube des Dorfschulzen
  • Erstes Obergeschoss: Lagerräume
  • Zweites Obergeschoss: Lagerräume
  • Drittes Obergeschoss: Lagerräume
  • Viertes Obergeschoss: Lagerräume
  • Fünftes Obergeschoss: Lagerräume
  • Dach: Aussichtspunkt (Brandwache) und Kran

Gärten

Ebenfalls zur Vogtei gehören die Flächen im Norden. Durch eine Hecke abgegrenzt liegt hier ein sorgsam gepflegter Blumengarten mit blauen Lilien und Rosen aus dem Lyllsteiner Rosarium. Geplant, aber wegen des bevorstehenden Feldzuges gegen Helme Haffax zurückgestellt, sind einige Statuen nach bosparanischem Vorbild.

Geschichte

202 B.F.
Ulaman-Ära

Schaffung der Lyngwyner Landbüttel. Der letzte Konnetabel der Baronie Lyngwyn - vormals zweithöchster Offizier in der Baronie - wird zur Verteidigung des Hauptortes abkommandiert
Zum Artikel Schaffung der Lyngwyner Landbüttel (202), Landvogtei (Lyngwyn), Beteiligte Lyngwyner Landbüttel
Gefolgt von Einführung des Lyngwyner Bannwartsystems (310)

1036 B.F.
Gegenwart

Bau der Lyngwyner Landvogtei. Baron Hjalbin Helman lässt die Alte Landvogtei - 977 als Schreinerei Brandson gebaut und seit 1022 Sitz des Landvogts Dunwyn Llanfair - zum repräsentativen Herrschaftssitz erweitern. Damit soll zum einen der seit einer Generation stark gewachsene Markt Lyngwyn aufgewertet, zum anderen auch dessen Verwaltung verbessert werden. (bis 1039 B.F. )
Zum Artikel Bau der Lyngwyner Landvogtei (1036), Landvogtei (Lyngwyn), Beteiligte Haus Helman, Hjalbin Reochaid Helman, Lyngwyn (Honingen)

Ständige Bewohner

Dunwyn Llanfair, Idra Helman

Seitenansicht
Plan Neue Landvogtei (Draufsicht)
Erster Entwurf aus Jahr 1036