Handwerk in Hanufer

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Das Handwerk der Hafenstadt Hanufer ist weit gefächert: Hanfprodukte, Schmiedekunst, aber auch Schiffsbau sind dabei am bedeutendsten.


Die provinzherrliche Stadt Hanufer in der Baronie Niriansee lebt primär von Handel und Handwerk. Durch den Verzicht auf ein zu restriktives Gildenwesen haben es die Stadtväter dabei verstanden eine breite Palette an Handwerksmeistern und Gesellen anzulocken. In vielen kleinen Betrieben und der einen oder anderen Manufaktur betreiben diese ihr Geschäft oft als Veredler, die aus bereits vorgefertigten Waren höherwertige Produkte erschaffen. Die meisten von ihnen bedienen in dieser Weise Hanufer und sein Umland, durchaus über Baroniegrenzen hinweg, einzelne haben jedoch einen überregionalen Ruf und die entsprechenden Kunden.

Hanf

Einer der stärksten Zweige des Handwerks Hanufers ist die Verarbeitung von Hanffasern, die im Umland gewonnen werden. Mit einem sicheren Markt durch das hier einsetzende Treideln versehen ist dabei die Produktion von Tauen und Seilen von großer Bedeutung, doch auch schweres Tuch wird produziert und zu Segeln oder wetterfester Kleidung verarbeitet, die im Flusshafen Absatz findet.

Von geringerem Umfang aber fast schon von politischer Bedeutung ist weiterhin die Herstellung von Hanfsehnen für Langbögen vertreten und eine Papiermühle am Großen Fluss sorgt für Material für die Schreiber der Stadt, so dass auf den Zukauf des teuren Büttenpapiers in Hanufer im allgemeinen verzichtet wird.

Schiffsbau

Erst seit etwas über einem Dutzend Jahren gibt es in Hanufer einen ernst zu nehmenden Schiffsbau, der von einer Werft und vielen angeschlossenen Handwerkern betrieben wird. Diese Entwicklung wird vom Bewahrer von Wind und Wogen Tarbos begleitet, teils vorangetrieben, und macht den Bootsbauern in nahe gelegenen Baronien wie Altenfaehr massiv Konkurrenz, da hier besseres Holz und Takelage gut verfügbar sind und der Hafen Schiffe von größerem Tiefgang erlaubt.

Schmiedekunst

Neben mehreren Grob- und Feinschmieden von eher gewöhnlicher Handwerkskunst sind in Hanufer die beiden Meisterschmiede Frederick und Georg Gothestahl ansässig. Ersterer stellt Rüstungen her, letzterer Waffen - und es ist ein gutes, dass sie somit nicht in Konkurrenz stehen, denn die beiden Brüder sind einander Feind. Die Qualität ihrer Waren ist von höchster Güte, doch Frederick ist aufgrund seiner Ausrichtung öfter gezwungen einfachere Artikel herzustellen, etwa für Soldaten der Garde, da sich die Anzahl reicher Ritter in diesen Landen doch sehr in Grenzen hält.

Weitere bedeutende Handwerker

Der Tischler Lerris Ballurat ist aufgrund seiner Kunstschnitzereien und Einlegearbeiten bekannt und zählt, auch aufgrund seiner Preise, fast nur Adel und reiche Händler zu seinen Kunden.

Die Müllerin Tsabine Meeltheuer, Besitzerin der größten Getreidemühle der Stadt, ist für ihre ständigen Versuche das Wesen ihres Gewerbes zu verbessern bekannt - oder besser berüchtigt, denn Erfolg hat sie mit ihren Innovationen nicht immer. Dennoch sind ihre Umtriebe beliebt, sorgen sie doch ebenso für Heiterkeit wie für Aufträge für Schreiner und Steinmetze.

Eher dem Bereich einer Künstlerin ist die Gastgeberin der Leidenschaft Talena zuzuordnen, doch sowohl ihre Rosenzucht als auch die Kunst als Tätowiererin mag man als Handwerk betrachten.