Gnadenturney des Jahres 1044 Turnierbericht

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Der Turnierbericht zur Gnadenturney des Jahres 1044 aus der Havena Fanfare:

Gräfin lädt zur Gnadenturney in Honingen

Honingen im Phex 1044 BF – Ritter aus ganz Albernia treffen sich in Honingen, um ihre Kräfte auf der Gnadenturney zu messen.

Im späten Phex waren wieder adlige Streiter von nah und fern nach Honingen gekommen, um bei der vom Grafenhaus veranstalteten Gnadenturney und dem direkt daran anschließenden Saatfest teilzuhaben.
Zu den prominentesten Gästen in diesem Jahr gehörten sicherlich die Fürstgemahlin Talena und Ronan zu Naris der Kanzler des Fürsten, die beide mit überschaubarem Gefolge aus Havena angereist waren, sowie der Graf Bragon Fenwasian aus Winhall.
Es war im Vorfeld der Veranstaltung zu einigem Ärger gekommen, der aber eher unter den Einheimischen hochgekocht war und von den Gästen kaum zur Notiz genommen wurde. So hatte die gräfliche Heroldin kurz vor dem Turnier eine geplante Hochzeit ihrer Tochter mit einem Sohn aus der jüngst in Ungnade gefallenen Familie Gramwick abgesagt. Der geneigte Leser mag sich erinnern, dass wir in einer vergangenen Ausgabe über die Festsetzung des gräflichen Waffenmeisters aus dem Hause Gramwick berichtet hatten. Dann hatte sich die Rittmeisterin der Grafengarde über eben jene Heroldin mockiert, da diese ihren Sohn zu dem von ihr selbst beaufsichtigten Turnier zugelassen hatte. Dies hatte die Heroldin wiederum mit äußerstem Missfallen aufgenommen. Auf den besagten Sohn werden wir später noch zu sprechen kommen.
Die berühmtesten Streiter im Feld der Turnierteilnehmer waren sicherlich Graf Bragon Fenwasian und Ardan Jumian Galahan, die beide im Kampf mit Schwert und Schild sowie im Tjost antraten. Mancher Leser mag sich daran erinnern, dass die beiden zuletzt im finalen Tjost im Havener Turnier aufeinandergetroffen waren. Damals war Graf Bragon siegreich gewesen.
Die Fürstgemahlin Talena freute sich sichtlich, ihre Schwester Thalania auf dem Turnierplatz zu sehen. Die Stepahan war in Begleitung der Winhaller Gäste nach Honingen gekommen. Aus dem Gefolge der Fürstgemahlin hatte der Kronenritter Cei Herlogan um die Erlaubnis gebeten, in die Kampfbahn zu treten, was vom restlichen Gefolge Talenas mit kritischen Blicken und manchem Kopfschütteln bedacht wurde.
Im Kampf mit Schwert und Schild mussten sich Bragon Fenwasian und Ardan Jumian Galahan beide im zweiten Treffen geschlagen geben. Ersterer unterlag dem eben genannten Kronenritter, letzterer dem Bredenhager Ritter Caran von Krähenfels. Im finalen Kampf der letzten Drei standen sich der Winhaller Junker Lares von Albenbluth-Lichtenhof, der junge Baron Hakon Fingorn und der Honinger Junker Radumar von Honigfeld gegenüber. Diesen Wettstreit konnte der Junker Lares für sich entscheiden, welcher in der gleichen Disziplin zuletzt schon beim Turnier von Havena siegreich gewesen war. Im Kampf mit den Zweihandschwertern gab es die ersten, teilweise heftigen Verletzungen. Die Bredenhager Dienstritterin Leanna Widra besiegte den beliebten Turnierritter Wulfric Rondwyn ui Riunad, den Baron von Gemhar. Dabei richtete sie den erfahrenen Recken so übel zu, dass dieser auf den später folgenden Tjost verzichten musste. Schlecht erging es auch Caran von Krähenfels, der zuvor noch durch seinen Sieg über Bragon Fenwasian geglänzt hatte. Im Kampf gegen den Honinger Rondrian von Honigfeld wurde Caran schwer verletzt. Was dabei für einige Aufregung sorgte, war die Tatsache das der Immenritter Rondrian in diesen Kampf nur eingesprungen war, um eine ungerade Menge an Kämpfern auszugleichen. Doch dies war kein Grund für den Immenritter zurückzustehen, und so stieg er mit voller Kraft in den Kampf ein. Wir wünschen Herrn Caran, der mit einer Trage vom Turnierplatz geschafft werden musste, eine baldige Genesung.
Im Finale des Wettbewerbs trafen überraschend Thalania Stepahan, die Schwester der Fürstgemahlin, und der Winhaller Edelknecht Donnowin Berwain aufeinander. Zwei Wettstreiter, auf die vorher wohl niemand seine Geldkatze verwettet hätte. Die Stepahan konnte diesen Kampf deutlich für sich entscheiden. Sie begeisterte das Publikum mit ihrer überraschenden Geschicklichkeit und entschlossenen Schlagkraft.
Der folgende Tjost verlief erfreulicherweise weitgehend ohne schlimme Unfälle, von einer Ausnahme abgesehen. Auch hier traten die beiden Vertreter der Grafenhäuser Honingens und Winhalls an. Dieses Mal gelang es den beiden jedoch nicht wieder, in die letzte Runde zu gelangen. Beide Streiter erreichten das dritte Treffen und schieden gegen ruhmreiche Recken aus.
Die genannte Ausnahme war ein Zwischenfall im Aufeinandertreffen des jungen Ritters Rioban von Wieselsgrund und der Immenritterin Siona Gramwick. Hier traf die Lanze des jungen Ritters so unglücklich, dass die Immenritterin schwer verletzt vom Pferd stürzte und direkt ins Lazarett geschleppt werden musste.
Der Zwischenfall sorgte besonders unter den Honingern für einiges Aufsehen, denn Herr Rioban war jener Sohn der Heroldin Ruana von Wieselsgrund, von dem zu Beginn dieses Artikels die Rede war. Wir erinnern daran, das Heroldin Wieselsgrund just zuvor eine geplante Hochzeit zwischen Riobans Schwester und dem Neffen der von ihm nun verletzten Immenritterin aufgekündigt hatte. Dieses Ereignis sollte im Folgenden noch für manche Verschwörungserzählung sorgen. Der Ritter Rioban aber schien sichtlich bestürzt über seine Missetat und schloss sich einige Tage später einem Hilfszug des Perainetempels an. Die Fanfare berichtet an anderer Stelle über diese Hilfsaktion für die Bauern Crumolds.
Den Tjost gewinnen konnte schließlich der erfahrene Recke Callan Herlogan, ein Sohn des Barons Ordhan Herlogan von Niederhoningen, der darüber sichtlich erfreut war und die Spende des Siegers an den Perainetempel gleich verdoppelte.

Für die Fanfare, Ronwin ui Kerkill